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Zu den Insektenfressern (Insectivora), die als die ursprünglichsten Plazentatiere gelten, gehören insgesamt sechs Familien: Igel, Spitzmäuse, Schlitzrüssler, Tanreks und Goldmulle. Zusammen sind zirka 400 Arten bekannt. Das äußere Erscheinungsbild der Insektenfresser richtet  sich  sehr  nach    den    unterschiedlichen
 
Einleitung
 
 
Lebensräumen, in denen die Tiere Leben. Gemeinsam ist allen Arten jedoch das stammesgeschichtlich typische Insektenfresser-gebiß mit den vielen spitzhöckrigen Zähnen. Die Backenzähne weisen fünf Höcker auf, die in Form eines "W" angeordnet sind.
 
 

Insektenfresser gehören zu den primitivsten Säugetieren, die noch viele Merkmale ihrer Vorfahren besitzen, etwa ein kleines Gehirn mit wenigen Windungen. Obwohl gewöhnlich über winzige Augen und über kleine Ohren verfügend, können sie ihre Beute sehr gut mit ihrem feinen Geruchsinn aufspüren. Andere, wie die Igel, verlassen sich aufs Hören; von einigen Spitzmausarten glaubt man sogar, daß sie sich mit Echolot orientieren können. Obgleich der Namen dies Glauben machen könnte, ernähren sich die Angehörigen dieser Ordnung nicht nur von Insekten. Einige Arten fressen Pflanzen, andere, wie die Wasserspitzmäuse fressen kleine Fische oder Frösche. Zum Teil hat sich ihre Anatomie auch der bevorzugten Nahrung angepaßt. So befähigt die stark gegliederte Nase den Schlitzrüssler zur Nahrungssuche auf engstem Raum.

   Stand: 20.05.2007 Seitenanfang