|
Das in Ostafrika vorkommende Grevy-Zebra (Equus grevyi) ist mit einer Länge bis zu 3 m die größte Zebraart. Es hat eine sehr dichte Musterung, die aus schmalen schwarzen Streifen auf weißem Grund besteht. Diese schwarz-weiß Musterung reicht bis zu den Hufen herab, wobei der Bauch und die Schwanzwurzel weiß sind. Sie ernähren sich vor allem von Gras. Grevy-Zebras gehen keine langfristigen Bindungen ein. Die Stuten und Fohlen ziehen frei umher und sammeln sich zum Weiden in kleinen Herden. Die Hengste sind Einzelgänger. Ihre Reviere, die durch Kothaufen markiert werden, können bis zu 10 km² groß sein, zu deren Verteidigung mit den Vorderhufen geschlagen, oder mit den Hinterhufen getreten wird. Gepaart wird sich mit Stuten, die durch das Revier ziehen. Um deren Paarungsbereitschaft zu überprüfen, zieht das Grevy-Zebra, ebenso wie andere Pferdeverwandte, die Oberlippe hoch, damit der Geruch des Urins der Stute das Jacobsonsche Organ im Gaumen des Hengstes erreicht. Dieses Verhalten wird als „Flehmen“ bezeichnet. Anhand bestimmter Duftstoffe im Urin der Stute kann der Hengst dann erkennen, ob sie empfängnisbereit ist.
|