|
Das Breitmaulnashorn wiegt als schwerster Vertreter seiner Familie bis zu 2,3 Tonnen. Die massige Gestalt wird bei asiatischen Arten von relativ kräftigen Beinen getragen, die der afrikanischen Nashörner sind relativ dünn. Auf dem Kopf sitzen je nach Art ein oder zwei Hörner. Sie bestehen vollständig aus Keratin, dem Stoff, aus dem zum Beispiel auch Haare und Nägel sind. Die Hörner sind nicht im Schädelknochen verankert. Die drei Zehen der Füße sind jeweils mit einem Huf versehen. Die kaum behaarte Haut ist bis zu zwei Zentimeter dick. Nur an den Ohren findet man einen Haarsaum und der Schwanz endet in einer Quaste. Die Haut asiatischer Nashörner ist stark gefaltet, sodass der Eindruck entsteht sie tragen Panzerplatten. Das Sehvermögen ist bei allen Arten nicht besonders gut, dafür sind Gehör und Geruchssinn sehr gut ausgeprägt. Sie leben als Einzelgänger, junge Nashörner aber auch in Paaren. Die Weibchen der Breitmaulnashörner bilden Gruppen. Dominante Männchen besitzen ein Revier, das sie mit Kothaufen markieren. Nur diese dürfen sich auch paaren. Ungefähr gleichstarke Männchen liefern sich Kämpfe, die oft mit dem Tod des Gegners enden. Da das Horn der Nashörner vor allem in Asien für medizinische Zwecke, zum Beispiel pulverisiert gegen Fieber, sehr geschätzt wird, sind die Bestände stark gefährdet.
|