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Von dem zur Gattung der Kamele gehörenden Trampeltier (Camelus bactrianus) leben noch etwa 1.000 bis 2.000 Tiere wild. Im Unterschied zum Dromedar hat es zwei markante Höcker, in denen Fett gespeichert wird, das bei Nahrungsknappheit verbraucht wird. Trampeltiere leben in den Wüstengebieten Zentralasiens, wo es tagsüber trocken und heiß und nachts sehr kalt ist. Um im kalten Winter überleben zu können, wächst ihm ein dichtes hell- bis dunkelbraunes Fell. Im Frühjahr fällt es in großen Büscheln wieder ab, weswegen das Tier sehr zottig aussieht. Wie alle Kamele hat auch das Trampeltier breite Fußballen für einen sicheren Stand im Schnee und im Sand. Trampeltiere, wie auch Dromedare besitzen als einzige Säugetiere ovale rote Blutkörperchen, was wohl eine leichtere Fortbewegung im dehydrierten Blut gestattet. Ein stark dehydriertes Trampeltier kann binnen zehn Minuten etwa 100 Liter Wasser trinken. Zur Nahrung gehören Gras und Blätter. Trampeltiere leben in Gruppen, die aus einem dominanten Männchen und seinem Harem bestehen. Die Machtkämpfe zweier männlicher Trampeltiere folgen einem speziellen Ritual, an deren Ende das Gaumensegel, ein roter, blasenähnlicher Sack aus dem Mundwinkel gepresst wird. Die meisten Trampeltiere werden inzwischen als Nutz- und Reittiere gehalten.
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