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Unter Zoologen bedeutet der Name Charnivora Fleischfresser. Tatsächlich gehören alle Tiere aus der Ordnung Raubtiere, die man als Beutegreifer bezeichnet, dazu. Fleischfresser sind die Hauptbeutegreifer in allen Ökosystemen unseres Globus und besitzen als einzige Säugetiere   vier   Reißzähne,   außerdem   einen
 
Einleitung
 
 
Penisknochen (Baculum). Anatomische Gemeinsamkeiten aller Beutegreifer finden sich bei dem scharfen Gebiss sowie vier oder fünf Zehen mit langen, spitzen Krallen, die teilweise eingezogen werden können. Weiterhin sind Seh-, Riech- und Hörsinn besser ausgeprägt als bei anderen Tieren und Menschen.
 
 

Viele Arten weisen komplexe soziale Strukturen auf. So leben Löwen im Rudel, in dem die Rangordnung determiniert ist. Meist gehören mehrere Familien der Gruppe an. Andere Bindungen wie die der Rotfüchse sind lockerer gestrickt. Hier lebt meist ein Männchen mit mehreren weiblichen Tieren zusammen. Das Jagdverhalten ist ebenfalls sehr unterschiedlich gestaltet. Unter den Beutegreifern finden sich einige der geschicktesten Jäger der Tierwelt. Mithilfe ihrer ausgeprägten Sinne und ausgefeilten Jagdmanövern wie dem Anschleichen aus dem Hinterhalt erlegen sie auch größere Beutetiere wie Gnus oder Zebras. Um ihre Reviere zu markieren, setzen manche Raubtiere eindeutige Duftmarken oder verständigen sich mit Lauten und Gesten, die Konkurrenten unmissverständlich zeigen, wer hier das Sagen hat. Gesichtsausdruck, Haltungsweisen oder Töne warnen auch vor Feinden oder locken Sexualpartner an. Der Speiseplan der Beutegreifer ist reichhaltig. Man unterscheidet zwischen Aasfressern wie den Hyänen und Raubtieren, die ihre tierische Beute selbst erlegen und fressen. Einige wenige sind Nahrungsspezialisten. Der Große Panda ernährt sich ausschließlich von Pflanzen, wohingegen andere Bärenarten Allesfresser sind.

   Stand: 24.01.2006 Seitenanfang