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Der Gemeine Vampir (Desmodus rotundus) unterscheidet sich in einer Angewohnheit ganz besonders von anderen Fledermausarten. Auf seinem Speiseplan steht ausschließlich Blut, zum Beispiel von Rindern, Pferden oder Vögeln, aber auch Menschenblut verschmäht er nicht. Das Tier, das ausgezeichnet fliegen kann, landet zum Blutsaugen in sicherer Entfernung vom Opfer und pirscht sich dann vom Boden aus heran. Mit seinen scharfen, spitzen Zähnen versucht er nun möglichst unbemerkt einen winzigen Schnitt in die Haut zu bringen um daraus etwa 25 ml Blut zu saugen. Gefährlich ist das für das Opfer nur durch das Risiko der Krankheitsübertragung, zum Beispiel Tollwut. Erfolgreich ist der Angriff auch nur, wenn das Opfer den Angriff nicht bemerkt. Da das nicht immer gelingt, kann es vorkommen, dass der Gemeine Vampir nur jede dritte Nacht zu trinken vermag. Um nicht zu verhungern, bettelt er dann bei einem Artgenossen, der meist bereit ist, etwas Blut hochzuwürgen. Dieses großzügige und soziale Verhalten ist nur von wenigen Säugetierarten bekannt. Das Fell ist dunkelbraun mit hellerer Unterseite.
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