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Das Rote Riesenkänguru
(Macropus rufus) gilt als das
größte lebende Beuteltier der
Welt. Es symbolisiert geradezu Australien.
Dort ist es weit verbreitet und in besonderem
Maße an die wüstenhaften Bedingungen
des wasserärmsten Kontinents angepaßt.
Dank seiner extremen Genügsamkeit
kann es während der Trockenperioden
Pflanzen verwerten, die für andere
Tiere ungenießbar sind. Die Population
schwankt zwischen 12 und 5 Millionen,
abhängig davon, wieviel Niederschlag
gefallen ist. Daran wird deutlich, daß
auch das Rote Riesenkänguru vom Wasser
abhängig ist. Die Weibchen können
nämlich nur empfangen, wenn es regnet
und sich viel frische Vegetation bildet.
In der Trockenzeut können die Männchen
kein Sperma produzieren. Neben dem typischen
Aussehen - ihren Namen verdanken sie der
rotbraunen Fellfarbe erwachsener Männchen
- mit kurzen Vorder- und langen Hinterbeinen
sowie einem langen, kräftigen Schwanz,
besitzen sie einen ausgezeichneten Geruchssinn
zum Aufspüren von Wasser. Prägnant
ist auch der weißliche Streifen,
der sich vom Mundwinkel bis unter die
Augen zieht. Diese Kängurus leben
gesellig in kleineren Gruppen. Auf der
Flucht können die springenden Kängurus
eine Geschwindigkeit von über 50
km/h erreichen.
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