Island stoppt kommerziellen Walfang

Weil die Konsumenten für Walfleisch fehlen, hat Island angekündigt, den kommerziellen Walfang einzustellen. Der WWF begrüßt die Entscheidung als überfällig: „Wir sind erleichtert, ...
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Island stoppt kommerziellen Walfang
Weil die Konsumenten für Walfleisch fehlen, hat Island angekündigt, den kommerziellen Walfang einzustellen. Der WWF begrüßt die Entscheidung als überfällig: „Wir sind erleichtert, dass Island endlich die Zeichen der Zeit erkannt hat und den kommerziellen Walfang stoppt“, sagt WWF-Walexperte Volker Homes. „Das ist aber nur der erste Schritt. Unter dem Deckmantel der Wissenschaft werden weiterhin Wale gefangen, angeblich zu Forschungszwecken. Auch das muss ein Ende haben, nicht nur in Island, sondern weltweit.“ Neben Island machen auch Norwegen und Japan Jagd auf Wale und nutzen dabei Schwächen des internationalen Walfangmoratoriums, das seit 1986 die Tötung von Walen verbietet. Insgesamt sind laut WWF zwischen 1986 und 2006 fast 29.000 Wale durch Jagd getötet worden. Für den erlaubten „wissenschaftlichen“ Walfang mussten in dieser Zeit mindestens 7.000 Wale sterben, ohne dass eine einzige wichtige Erkenntnis zum Schutz der bedrohten Walarten publik geworden wäre.

Der Stopp des kommerziellen Walfangs in Island sei letztlich ein Sieg der Verbraucher, so der WWF. „Kaum jemand will heute noch Wal-Produkte. In Japan beispielsweise lagerten 2004 gut 2.700 Tonnen Walfleisch in Kühlhäusern, so dass sich die Regierung gezwungen sah, das Walfleisch an Schulmensen zu verteilen.“ In Island blieben 2003 von 35 Tonnen Fleisch, für die 36 der ... weiter
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   Stand: 25.06.2006 Seitenanfang